Katrin Löffler, Leipzig wird jüdisch

Katrin Löffler
Leipzig wird jüdisch
Beiträge zur Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts

296 Seiten mit 39 farbigen Abbildungen
15,0 x 23,0 cm, Festeinband mit Schutzumschlag, Fadenheftung
ISBN 978-3-95797-258-3
25,00 Euro

Jahrhundertelang war Leipzig kein guter Ort für Juden. Erst im 18. Jahrhundert lebten hier wieder einige jüdische Familien als »Schutzverwandte«, und zu den Messen kamen jüdische Kaufleute aus allen Himmelsrichtungen in die Stadt, vor allem aus dem östlichen Europa. Das 19. Jahrhundert aber stand im Zeichen des Aufbruchs und der Hoffnung: Die jüdischen Messebesucher kämpften für ihre Gleichberechtigung, junge Juden zog es zum Studieren an die Pleiße, jüdische Privatgelehrte ließen sich nieder. Der Brühl mit seinen zahlreichen Rauchwarenhandlungen erhielt im Volksmund den Namen »Judenbrühl« und entwickelte ein weltweit einzigartiges Gepräge als Straßenbörse der Rauchwarenhändler. Aus Juden in Leipzig wurden Leipziger Juden – Leipzig wurde jüdisch.

Katrin Löffler, Literaturwissenschaftlerin und Historikerin, zahlreiche Publikationen zu Literatur und Publizistik der Aufklärung, Autobiographik, DDR-Literatur sowie zur Leipziger Stadtgeschichte. Zuletzt erschienen im Lehmstedt Verlag »Leipzigs alter jüdischer Friedhof im Johannistal« (2022) und »Pyramiden an der Pleiße. Die Rezeption des Alten Ägypten in Leipzig« (2025).