
Georg Joachim Göschen, Carl August Böttiger
Briefwechsel
Herausgegeben von Bernhard Fischer und Claudia Taszus
Reihe Buchgeschicht(e) Band 10
Ca. 640 Seiten mit ca. 20 Abbildungen
16,5 x 24 cm, Festeinband, Fadenheftung
ISBN 978-3-957972-48-4
68 Euro
Erscheint September 2026
Georg Joachim Göschen gehörte zu den zentralen Verlegerpersönlichkeiten an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Seine in reicher Zahl überlieferten, bislang aber noch kaum edierten Briefe zählen zu den wichtigsten Quellen der deutschen Buchgeschichte. In ihnen spiegelt sich nicht nur die Entwicklung des Verlagsprofils zwischen Aufklärung (Wieland, Klopstock), Klassik (Goethe, Schiller) und Romantik (Müllner, Kind, Houwald), sondern ebenso sein außergewöhnlicher Einsatz für eine Modernisierung der Buchgestaltung und für grundlegende Reformen der Buchmarktverhältnisse.
Der 280 Schreiben umfassende Briefwechsel mit Carl August Böttiger macht Göschen als facettenreiche Gestalt sichtbar, die in ihrer religiösen Prägung und dem Bekenntnis zum tätigen Christentum einerseits, ihrem Wirken für eine säkulare Nationalliteratur und ihrem Einstehen für Pressfreiheit die Ungleichzeitigkeit der Goethezeit widerspiegelt. Böttiger erscheint als freundschaftlich, ja intim familiär verbundener Berater, der mit dem Verleger Projekte ausheckt und entwickelt und der nicht zuletzt mit seinen Verbindungen in alle wichtigen Zeitungen den Göschenschen Verlag findig, wo und wie nur möglich, anzeigt und bewirbt.