
Roger Melis
Die Ostdeutschen / The East Germans
In einem stillen Land / In a silent country
Fotografien aus dem Nachlass /
Photographs from the estate 1964-1990
Herausgegeben von / Edited by Mathias Bertram
Limitierte Sonderausgabe in 2 Bde.
432 Seiten mit 358 Duotone-Abbildungen
24 x 27 cm, Festeinband, Fadenheftung
ISBN 978-3-95797-102-9
48,00 Euro
Im Jahr 2007 legte Roger Melis mit »In einem stillen Land« als erster Fotokünstler aus dem Osten ein umfassendes Porträt der DDR und ihrer Bewohner vor. Kein anderer Fotoband eines DDR-Fotografen hat zuvor oder danach eine vergleichbare Resonanz gefunden. Die atmosphärisch dichten, oft symbolhaften Bilder beleuchten nüchtern und kritisch den Alltag, die Arbeits- und Lebensbedingungen und die politischen Rituale im realen Sozialismus. Sie führen quer durch die Landschaften, Dörfer und Städte zwischen Ostsee, Harz und Erzgebirge und durch seine Heimatstadt Berlin. Melis’ meisterhafte Fotografien zeugen von der Skepsis und Resignation der Ostdeutschen, aber auch von ihrem Stolz, ihrem Widerspruchsgeist und ihren Sehnsüchten. Auch drei Jahrzehnte nach dem Untergang der DDR sucht diese Innenansicht des »stillen Landes« ihresgleichen. Mit der Neuausgabe, für die alle Druckvorlagen noch einmal gründlich geprüft und auf dem Stand der aktuellen Technik überarbeitet wurden, ist der seit mehreren Jahren vergriffene Klassiker der deutschen Fotografie endlich wieder lieferbar!
Neues aus einem »stillen Land« – zehn Jahre nach dem vielbeachteten Fotobuch »In einem stillen Land« von Roger Melis (1940–2009) versammelt der Band »Die Ostdeutschen« neue, weitgehend unbekannte Fotografien aus dem Nachlass des Mitbegründers und Förderers der ostdeutschen Autorenfotografie. Melis verstand sich als Chronist seines Landes und begann bereits Mitte der 1960er Jahre, Ereignisse des öffentlichen und privaten Lebens in Fotografien zu dokumentieren. Der Band enthält zwölf Bildserien, die, beginnend mit Szenen von einer Militärparade am Tag der Befreiung 1965, über 25 Jahre hinweg bis zur Feier der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 führen. Die Fotografien beleuchten das Leben in der Kleinstadt, auf dem Lande, in Werkstätten und Fabriken, bei öffentlichen Veranstaltungen und privaten Feiern. Die Bildreportagen werden von Porträts von Schriftstellern, Künstlern und Schauspielern, Kindern, Jugendlichen und Familien sowie einer langen Reihe von Berufsporträts begleitet, die Zeugnis von Melis legendärer Bildniskunst ablegen. Die Aufnahmen entwerfen ein differenziertes Bild der Menschen in der DDR und ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen. Sie zeugen von Skepsis und Resignation der Ostdeutschen, aber auch von ihrem Stolz, ihrem Widerspruchsgeist und ihren Sehnsüchten.