Christian Borchert: Familienbilder

Christian Borchert

Familienporträts


Fotografien (1973-1993)

Im Auftrag der Deutschen Fotothek herausgegeben
von Mathias Bertram und Jens Bove
Bilder und Zeiten, Band 14

112 Seiten mit 95 Duotone-Abbildungen

24 x 27 cm, Festeinband, Fadenheftung


ISBN 978-3-942473-77-4

 

19,90 Euro (D), 20,90 Euro (A), 24,90 sFr

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Christian Borcherts legendäre Familienporträts sind oft ausgestellt, aber immer nur in schmaler Auswahl publiziert worden. Hier können sie erstmals im Zusammenhang betrachtet und studiert werden. Auf einzelne Fotografien aus den siebziger Jahren, die Borcherts wachsendes Interesse an Thema und Genre belegen, folgen Aufnahmen aus dem Jahr 1983, in dem der gewissenhafte Chronist mehr als 80 Familien in ihrem heimischen Umfeld porträtierte. Mimik, Gestik, Habitus, Kleidung, Ambiente sowie ergänzende Angaben zu den ausgeübten Berufen charakterisieren Familien unterschiedlichster sozialer Milieus und laden zu Vergleichen ein. 1993 besuchte Borchert viele Familien ein zweites Mal. Die Gegenüberstellung von Aufnahmen beider Serien beleuchtet nicht zuletzt die sozialen Veränderungen, die der Zusammenbruch der DDR mit sich brachte.

»Christian Borchert ist der unspektakuläre Chronist seiner Zeit mit ihren stillen Dramen und verborgenen Lebenslinien. Und je rasanter die sich überstürzende Gegenwart sich vorwärts wälzt und ihren Formenkanon schleift, desto wertvoller wird dieses facettenreiche, respektvolle Dokument als ein optisches Kompendium sozialer Befindlichkeit unserer Jahrzehnte.« (Richard Pietraß, 1999)

»Borchert schafft den Schritt vom bloßen Dokument, das leicht beliebig oder exotisch wirkt, zum Kunstwerk, das im Zusammenhang seiner Teile sich selbst kommentiert und darin mehr sagt als schlicht, wie es gewesen ist, sondern Menschen und Verhältnisse zur Selbstaussage verhilft, die sonst stumm geblieben wären.« (T. O. Immisch, A. Kühne, 1986)

 

Pressestimmen:

„Ein beeindruckender Bildband! Der Blick in die Wohnstuben oder die Gärten ist ein Zeugnis vom bescheidenen Wohlstand in der DDR.“ (Hartmut Kascha, Bild Dresden, 18. Februar 2017) 

„Eine nie effektheischende, daher umso berührendere Annäherung an die Realität: zutiefst menschlich, witzig, kurios.“
(Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung, 23. Oktober 2014) 

„Ein wunderbarer Bildband! Besonders reizvoll die Gegenüberstellung einer Serie aus den achtziger Jahren mit den zehn Jahre später entstandenen Aufnahmen der Porträtierten.“
(Sax. Dresdner Stadtmagazin, Nr. 8, 2014)  

„Oszillierend zwischen zeithistorischem Dokument, sozialhistorischer Bildquelle und eigenständiger künstlerischer Aussage geben die Bilder intime Einblicke in die Privatsphäre ostdeutscher Familien aus unterschiedlichen sozialen Milieus vor und nach der politischen Wende. Zudem deuten sie an, welche soziale Vielfalt und Ungleichheit es in der DDR gab.“
(Agneta Jilek, H-Soz-u-Kult, 21. Juli 2014

„Borchert ist mit seinen Fotos ein beeindruckendes Bild der Zeit gelungen. Mit ihren zuweilen skurrilen Vorstellungen von Einrichtung.
Ein Blick in eine vergangene Zeit, der selbst westdeutsche Fotografen verblüffte, weil einiges davon auch an ähnliche Interieurs aus der alten Bundesrepublik erinnert - um zehn Jahre zeitversetzt.“
(Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung, 8. April 2014


Fotograf:
Christian Borchert (1942-2000), ab 1972 Fernstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 1970 bis 1975 Bildreporter bei der »Neuen Berliner Illustrierten«, ab 1975 freiberuflich tätig, bekannt vor allem durch groß angelegte Porträtserien sowie durch stadt-, bau- und kunstgeschichtliche Bildfolgen


 









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